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Aktualisiert am Was ist Verjährung?
Definition: Verjährung bezeichnet den Ablauf einer gesetzlichen Frist, nach der Ansprüche nicht mehr gerichtlich durchsetzbar sind (§ 194 BGB). Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre, beginnend am Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.
Warum Verjährung wichtig ist
Verjährung ist eine der stärksten Schutzeinrichtungen im deutschen Recht. Wenn eine Forderung verjährt ist, müssen Sie nicht mehr zahlen — auch wenn die Forderung grundsätzlich berechtigt war. Wichtig: Die Verjährung tritt nicht automatisch ein. Sie müssen sie aktiv als 'Einrede der Verjährung' geltend machen. Gleichzeitig kann die Verjährungsfrist durch bestimmte Handlungen gehemmt oder neu begonnen werden.
Best Practices: Verjährung richtig handhaben
- Verjährungsdatum berechnen: Jahresende des Entstehungsjahres + 3 Jahre = Verjährungsdatum.
- Einrede der Verjährung erheben: Schriftlich gegenüber dem Gläubiger oder vor Gericht — dann ist die Forderung nicht mehr durchsetzbar.
- Hemmung beachten: Verhandlungen über die Forderung, Mahnbescheide oder Klagen können die Verjährungsfrist hemmen oder neu beginnen lassen.
- Kurze Sonderfristen kennen: Bußgelder verjähren nach 3 Monaten (Tatzeitverjährung), Schadensersatzansprüche teils nach kürzeren Fristen.
Häufige Fragen zu Verjährung
Wann verjähren Forderungen aus Rechnungen?
Kaufmännische und private Forderungen verjähren nach der regelmäßigen Frist von 3 Jahren (§ 195 BGB), beginnend am 31.12. des Jahres, in dem die Forderung entstanden ist.
Wann verjähren Mietschulden?
Mietforderungen verjähren nach 3 Jahren. Die Frist beginnt am Ende des Jahres, in dem die Miete fällig gewesen wäre.
Stoppt eine Mahnung die Verjährung?
Nein — eine einfache Mahnung hemmt die Verjährung nicht. Nur ein gerichtlicher Mahnbescheid, eine Klage oder bestimmte Verhandlungen hemmen oder unterbrechen die Frist.
Kann ich trotzdem zahlen, wenn die Forderung verjährt ist?
Ja — Sie können freiwillig zahlen. Aber die Verjährung bedeutet, dass Sie rechtlich nicht dazu gezwungen werden können. Zahlen Sie, können Sie das Geld in der Regel nicht zurückfordern.
